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Mehrgenerationenwohnen – ein Dach, viel Leben

Seit einigen Jahren sind Mehrgenerationenhäuser schwer in Mode. Wer sich hier als Trendsetter fühlt, der möge einen Blick in die alten Darstellungen im Stadtarchiv oder im Bauernhausmuseum werfen.

Diese Idee vom Mehrgenerationenhaus ist ein Revival einer sehr guten und sehr alten Idee. Früher lebten vom Kleinkind bis zu den Urgroßeltern alle auf einem Hof und oft auch unter einem Dach.
Das Mehrgenerationenhaus vermittelt nicht nur soziale Kompetenz von Anfang an, es schont auch die Ressourcen, spart Zeit und Geld.

 

Vater, Mutter, Kind und noch viel mehr

Die wiederbelebte Idee der Mehrgenerationenhäuser greift den Kerngedanken der Familie auf und weitet ihn über die Kernfamilie, wie wir ihn heute meist verstehen, aus. Neben Vater, Mutter und Kind gibt es dann wieder Oma und Opa, oder eben die studierende Nachbarin und den Opa aus dem Parterre.

Dabei spielt es im Mehrgenerationenhaus eine untergeordnete Rolle, ob der Opa wirklich in einem verwandschaftlichen Verhältnis zu den anderen Mitbewohnern steht.

Wichtig ist das Miteinander. Alt hilft jung mit seiner unermesslichen Lebenserfahrung.

Im Gegenzug gibt es viele Dinge, die im Alter nicht mehr so klappen und bei denen Muskelkraft oder scharfes Sehen gefragt sind. Hier kommen die Jungen zum Zuge.

 

Mehrgenerationenhäuser – soziale Kompetenz

Mit dieser Idee des alltäglichen Miteinanders stellen Mehrgenerationenhäuser bundesweit 450 Mal die soziale Kompetenz des Zusammenlebens in den Vordergrund. Herzstück der Häuser sind die Orte der Begegnung.

Es sind offene Treffs in Form von Cafés, Bistros oder Wohnzimmern. Eingeladen ist dort jeder, der sich einbringen möchte.

Sie bieten Raum für Gedankenaustausch und Platz für neue Ideen und Projekte.

 

Dienstleistungen der Mehrgenerationenhäuser

Die Dienstleistungen in einem Mehrgenerationenhaus sind individuell und hängen von Nachfrage und Angebot ab. Typisch sind Lern- und Kreativangebote für Kinder und Jugendliche, Weiterbildungskurse für den (Wieder-) Einstieg in den Beruf, Betreuungs- und Unterstützungsangebote für pflegebedürftige Menschen.

Neuerdings finden sich in immer mehr Städten und Gemeinden Sprachkurse für Migrantinnen und Migranten in den Mehrgenrationshäusern.

Mit ihren Angeboten sind sie längst zum wichtigen Bestandteil der Infrastruktur in vielen Stadtteilen und Gemeinden geworden.
Inzwischen stehen sie nicht nur für den Kerngedanken der Familie, sie weiten ihn aus: Sie fördern den Zusammenhalt der Gesellschaft.
Mit dem Wegfall der Bundesprogrammförderung gilt nun der wirtschaftlichen Absicherung vieler Mehrgenerationenhäuser eine große Aufmerksamkeit. Ziel ist es, sie nachhaltig in die lokale Infrastruktur einzubetten.