Für die meisten Menschen ist ein Immobilienkauf oder -verkauf eine finanzielle Spitzenleistung. Soll heißen: Wir geben zu keinem anderen Anlass mehr Geld aus oder erhalten mehr Geld, als bei einem Immobilienkauf oder -verkauf. Das allein ist Grund genug, besonders auf die Details zu achten. Das erspart allen Beteiligten viel Ärger.

Grundsätzlich gilt für den Kauf und Verkauf von Immobilien: Jeder Vertrag muss notariel beglaubigt werden. Dazu müssen die beteiligten Parteien anwesend sein und der Notar verliest den Vertrag. Nicht nur die Kerndaten, nein von der ersten bis zu letzten Zeile.

Sollten Sie etwas nicht verstanden haben, genieren Sie sich nicht. Jetzt ist der Zeitpunkt, um nachzuhaken und Fragen zu stellen. Es geht schließlich um das Geld, was Sie beim Verkauf erhalten oder andersherum um die Gegenleistung und Werte, die Sie für Ihr Geld erhalten.

 

Kaufvertrag durcharbeiten

 

Selbstredend sollten Sie den Vertrag vor dem Termin beim Notar gewissenhaft durcharbeiten. Wir nennen diesen Vorgang bewusst nicht durchlesen, denn dabei gerät der Leser häufig ins Überfliegen oder Querlesen. Diese Gefahr besteht besonders bei den langweiligen Rechtstexten.

Fragen Sie sich nach jedem Absatz, ob Sie ihn verstanden haben oder ob er zweideutig oder sogar falsch ist. Das kommt selbst bei notariellen Verträgen vor. Arbeiten Sie mit Klebezetteln und markieren Sie sich die Absätze zu denen Sie Fragen haben. Unterschreiben Sie erst wenn alle Ihre Fragen beantwortet wurden.

 

Das sollte im Kaufvertrag stehen

 

Geltende Standards, die sich beim Immobilienkauf und -verkauf bewährt haben.

Die Objektbeschreibung: Die Bezeichnung des Kaufobjekts erfolgt durch Grundbuchangaben, diese Angaben sollten vom Notar überprüft werden. Ferner sollte die genaue Beschreibung des Grundstückes und die Lage sowie die Innenausstattung der Immobilie ausführlich genannt werden. Mündlichen Nebenabreden gelten im Streitfall nicht, deshalb ist an dieser Stelle Liebe für das Detail gefragt.

Der Grundbesitz: Angaben zu den Grundbesitzern stehen im Grundbuch, genauso sind dort die Grundschulden eingetragenen. Diese geben über laufende Kredite oder Hypotheken Auskunft, bei denen die Immobilie als Sicherheit gilt.

Kosten und Fälligkeiten: In den Kaufvertrag gehören neben dem Preis der Immobilie und des Grundstückes auch die Fristen, innerhalb derer Zahlungen fällig werden.

Die Absicherung: Damit das Geschäft erfolgreich für Käufer und Verkäufer verläuft, sollte der Notar den Kaufvertrag über die Immobilie so gestalten, dass der Kaufpreis erst fällig wird, wenn die Erwerbsposition ausreichend abgesichert ist. Damit sollte auch der Übergabezeitpunkt der Immobilie Gegenstand des Vertragswerkes sein.

 

Tipp zum Immobilienkauf und Immobilienverkauf

 

Damit Sie als Käufer keine Überraschung erleben, sollten Sie auf eine Klausel für unsichtbare Mängel in den Vertrag bestehen. Wenn das nicht möglich ist, empfehlen wir bei Bestandsimmobilien vor dem Vertrag eine Begehung der Immobilie mit einem Gutachter oder Sachverständigen.

Hiermit erläutern wir wichtige Punkte zum erfolgreichen Kauf und Verkauf einer Immobilie. Aber beachten Sie: Dieser Beitrag ersetzt keine ausführliche Rechtsberatung. Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns an. Wir sind Ihr kompetenter Makler in und um Leipzig.